Die Erinnerung an jenen 18. Januar 1945, an dem die Sowjets in Budapest einmarschierten, läßt György Konrad nicht los. Bilder der Heimkehr und der Abreise stellen sich ein, Bilder des Schreckens – und des Glücks. Glück war, die Stadt Budapest, den Ort des Kriegs und der Verwüstung, wieder zu verlassen. Der Elfjährige und seine vierzehnjährige Schwester Eva waren zuvor aus dem Heimatdorf dorthin geflüchtet, nachdem die Eltern verschleppt worden waren; sie waren in einem Haus mit gelbem Stern untergekommen, hatten das Unheil in seiner Schonungslosigkeit gesehen und auch das Ende des Kriegs. Nun beginnt die Rückkehr in die ehemalige Geborgenheit. Auch die Eltern kommen zurück. Der Vater richtet das Geschäft wieder ein, der Sohn geht wieder in die Schule und begreift, daß er der einzige ist, der überlebt hat. György Konrad beschert uns eine der nicht zu zählenden Leidens- und eine der seltenen Glücksgeschichten.